Herzlich willkommen bei der Wittenberger Hofkapelle!

Der sächsische Kurfürst Friedrich der Weise (1463-1525) erlangte besondere Bedeutung als Förderer von Wissenschaft und Kunst. So gründete er 1502 die Wittenberger Universität, die bald zum Ausgangsort und geistigen Zentrum der Reformation wurde. Während seiner Regierungszeit unterhielt er auch eine blühende Hofkapelle. Die Thüringer Landes- und Universitätsbibliothek Jena bewahrt die Musikhandschriften der Wittenberger Hofkapelle auf. Sie geben Einblick in das vorreformatorische Repertoire der Hofkapelle bis zum Wirken Martin Luthers in Wittenberg.

Als die Wittenberger Hofkapelle im Jahre 2002 von dem Lautenisten Thomas Höhne und der Gambistin Gesine Friedrich gegründet wurde, ging es den Mitgliedern um die Pflege und Wiederbelebung der Traditionen mitteldeutscher Musikpraxis des 16. und 17. Jahrhunderts.

Im Mittelpunkt stand und steht dabei die musikwissenschaftliche Aufarbeitung in Zusammenarbeit mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und die musikalische Aufführung des Repertoires der ernestinischen Hofkapelle Friedrich des Weisen zu Torgau/Wittenberg. Als Quellen dienen nicht nur die Jenaer Liederhandschriften und das in Weimar aufbewahrte Chorbuch Weimar A, sondern auch Wittenberger Drucke wie die von Georg Rhau sowie musiktheoretische Schriften von Martin Agricola (1529) und Hermann Finck (1556).

Darüber hinaus bringt das Ensemble auch Werke italienischer Meister wie Claudio Monteverdi, Giulio Caccini und Girolamo Frescobaldi zu Gehör. In der Wittenberger Hofkapelle vereinigen sich Vokalisten, Streicher und Lautenisten nach Vorbild der ernestinischen Hofkapelle. Ihre Mitglieder spielen auch in anderen namhaften Ensembles wie Berliner Lautten Companey, Mittelsächsisches Vokalensemble, Dresdner Kammerchor, Aelos und Con anima. Konzertreisen führten Mitglieder der Hofkapelle bereits nach Österreich, Frankreich, China und Amerika.












Faltblatt der Wittenberger Hofkapelle

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